Les Grenouilles Industriel
From Here To Eternity
Wir waren etwa 15 Jahre alt (1979), als wir von den Ausläufern des Punks und vor allem den musikalisch geräuschhvollen Nebenerscheinungen wie Cabaret Voltaire, Tuxedomoon, Pere Ubu, Residents, Henry Cow use. erfasst wurden.
Wir waren in Schönenwerd (Kanton Solothurn) daheim. Dieses Dorf, berühmt durch die Schuhfabrik Bally, zeichnete sich durch einen morbiden Charme aus. Die vielen Fabriken, der wunderschöne, grosse Bally-Park, die Punk-Disco im Hotel Storchen (gleichzeitig einer der grössten Drogen-Umschlagplätze im Mittelland), eine Brauerei, Punk Konzerte im Kirchgemeindehaus und ein Kino waren gar etwas untypisch für ein Provinznest und eine hervorragende Kulisse um schrägen Sound zu produzieren, den niemand mochte oder gar verstand.
Alles wurde zum Instrument: der Schraubzieher ersetzte das Plektrum, der Moog-Synthesizer war ein Strohhalm, der Wasser zum Blubbern brachte, ein Casio mit fast leeren Batterien imitierte das Theremin und das UKW war voll von bizarren Tönen und Rhythmen. Samples wurden anhand eines kleinen Kratzers auf einer Langspielplatte - Beatles, help! - hervorgezaubert.
Es war die Zeit des militaristischen Alltags und dessen Abbruchs, der Wiederentdeckung der Lautgedichte des Dadaismus', der Aufstände, des kalten Krieges und der grossen Depression.